Die 7 häufigsten Kündigungsgründe
Kündigung im Job:
Eine Kündigung kommt selten aus dem Nichts. Meist ist sie das Ergebnis einer längeren Entwicklung, in der sich Frust, Unzufriedenheit oder fehlende Perspektiven aufbauen. Für Unternehmen sind Kündigungen nicht nur mit Kosten verbunden, sondern oft auch ein Warnsignal dafür, dass wichtige Bedürfnisse der Mitarbeiter:innen nicht ausreichend berücksichtigt werden. Doch warum kündigen Mitarbeiter:innen tatsächlich? Während viele Arbeitgeber:innen vermuten, dass ausschließlich das Gehalt ausschlaggebend ist, zeigen aktuelle Studien und HR-Analysen ein deutlich differenzierteres Bild. Die häufigsten Kündigungsgründe reichen von mangelnder Wertschätzung über schlechte Führung bis hin zu fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten.
Kündigungsgrund Nr. 1: Unzufriedenheit mit dem Gehalt
Das Gehalt zählt nach wie vor zu den häufigsten Gründen für eine Kündigung. Dabei geht es nicht immer nur um die Höhe des Einkommens, sondern oft um das Gefühl, dass die eigene Leistung nicht angemessen honoriert wird. Besonders in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten vergleichen Arbeitnehmer:innen ihre Vergütung zunehmend mit dem Markt. Wenn Mitarbeiter:innen feststellen, dass vergleichbare Positionen bei anderen Unternehmen deutlich besser bezahlt werden, steigt die Wechselbereitschaft erheblich.
Unternehmen sollten daher regelmäßig Gehaltsstrukturen überprüfen und Transparenz schaffen. Eine faire und nachvollziehbare Entlohnung trägt wesentlich zur Mitarbeiter:innenbindung bei.
- Randstad Workmonitor Österreich: https://www.randstad.at/karriere/arbeitsmarkttrends/jobwechsel-oesterreich-was-randstad-studie-ueber-wechselmotivationen/
Fazit: Laut dem aktuellen Randstad Workmonitor zählt eine unzureichende Vergütung zu den häufigsten Gründen für einen Jobwechsel.
Kündigungsgrund Nr. 2: Schlechte Führungskräfte
Der bekannte Satz „Mitarbeiter:innen verlassen nicht Unternehmen, sondern ihre Vorgesetzten“, hat bis heute nichts an Aktualität verloren.
Schlechte Kommunikation, mangelnde Unterstützung, fehlendes Feedback oder ein autoritärer Führungsstil können dazu führen, dass Mitarbeiter:innen das Vertrauen in ihren Arbeitgeber verlieren. Selbst attraktive Benefits oder ein gutes Gehalt können langfristig nicht kompensieren, wenn die Beziehung zur Führungskraft belastet ist.
Moderne Führung bedeutet heute, Orientierung zu geben, Wertschätzung zu zeigen und Mitarbeiter:innen in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
Quellen:
- Haufe HR: https://www.haufe.de/personal/hr-management/mitarbeiterbindung-warum-mitarbeiter-kuendigen_80_566582.html
- Personal Manager Magazin: https://www.personal-manager.at
Fazit: HR-Expert:innen betonen seit Jahren, dass die Qualität der Führung einen entscheidenden Einfluss auf die Mitarbeiter:innenbindung hat.
Kündigungsgrund Nr. 3: Fehlende Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten
Wer über Jahre hinweg dieselben Aufgaben erledigt und keine Perspektive für die berufliche Weiterentwicklung sieht, beginnt häufig über eine Kündigung nachzudenken.
Insbesondere jüngere Generationen legen großen Wert auf Weiterbildung, neue Herausforderungen und Karrierechancen. Fehlen diese Möglichkeiten, entsteht schnell das Gefühl beruflicher Stagnation.
Unternehmen können diesem Kündigungsgrund entgegenwirken, indem sie individuelle Entwicklungspläne, Weiterbildungsangebote und interne Karrieremöglichkeiten schaffen.
Quellen:
- Stepstone Karriere-Report: https://www.stepstone.at
- Statista Übersichten zu Kündigungsgründen: https://de.statista.com
Fazit: Fehlende Entwicklungsmöglichkeiten gehören laut verschiedenen Arbeitsmarktstudien zu den wichtigsten Kündigungsgründen.
Kündigungsgrund Nr. 4: Schlechte Work-Life-Balance
Eine ausgewogene Balance zwischen Beruf und Privatleben spielt für Arbeitnehmer:innen eine immer wichtigere Rolle. Dauerhafte Überstunden, hohe Arbeitsbelastung oder mangelnde Flexibilität führen häufig zu Unzufriedenheit.
Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeiten und eine realistische Arbeitsplanung werden heute von vielen Beschäftigten nicht mehr als Zusatzleistung betrachtet, sondern als selbstverständlicher Bestandteil eines attraktiven Arbeitsplatzes.
Wer dauerhaft das Gefühl hat, dass die Arbeit das Privatleben dominiert, sucht häufig nach einem Arbeitgeber:in, der bessere Rahmenbedingungen bietet.
Quellen:
- Karriere.at Arbeitsmarktstudien: https://www.karriere.at/hr
- Randstad Österreich: https://www.randstad.at
Fazit: Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Möglichkeiten haben sich mittlerweile zu zentralen Faktoren bei der Arbeitgeber:innenwahl entwickelt.
Kündigungsgrund Nr. 5: Fehlende Wertschätzung
Wertschätzung gehört zu den am häufigsten unterschätzten Faktoren bei der Mitarbeiter:innenbindung. Menschen möchten gesehen werden und das Gefühl haben, dass ihre Arbeit einen Beitrag leistet.
Fehlendes Lob, mangelnde Anerkennung oder eine Unternehmenskultur, in der Leistungen als selbstverständlich betrachtet werden, können langfristig zu Frustration führen.
Dabei sind es oft kleine Gesten, die große Wirkung entfalten: ehrliches Feedback, Anerkennung von Erfolgen oder das Interesse an den Anliegen der Mitarbeiter:innen.
Quellen:
- ÖGB Arbeitsklima Index: https://www.arbeitsklima.at
- AK Oberösterreich Arbeitsklima Index: https://ooe.arbeiterkammer.at
Fazit: Der Arbeitsklima-Index zeigt regelmäßig, dass Wertschätzung und Anerkennung einen wesentlichen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit haben.
Kündigungsgrund Nr. 6: Stress und gesundheitliche Belastung
Arbeitsverdichtung, Personalmangel und steigender Leistungsdruck führen in vielen Unternehmen zu einer höheren psychischen Belastung.
Wenn Mitarbeiter:innen dauerhaft unter Stress stehen und keine Verbesserung in Sicht ist, wird eine Kündigung häufig als Ausweg gesehen. Besonders Burnout-Prävention, gesundheitsfördernde Maßnahmen und eine realistische Arbeitsorganisation gewinnen daher zunehmend an Bedeutung.
Arbeitgeber:innen, die aktiv auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter:innen achten, profitieren langfristig von höherer Zufriedenheit und geringerer Fluktuation.
Quelle:
- Gesunde Arbeit (ÖGB): https://www.gesundearbeit.at
Fazit: Psychische Belastungen und anhaltender Stress zählen zu den wichtigsten Ursachen für Unzufriedenheit im Job.
Kündigungsgrund Nr. 7: Fehlender Sinn und Wunsch nach Veränderung
Neben klassischen Faktoren wie Gehalt oder Arbeitsbedingungen spielt auch die Sinnfrage eine immer größere Rolle. Viele Arbeitnehmer:innen möchten verstehen, welchen Beitrag ihre Arbeit leistet und ob sie mit den Werten ihres Unternehmens übereinstimmt.
Gleichzeitig wächst bei vielen Menschen der Wunsch nach neuen Erfahrungen und persönlicher Weiterentwicklung. Selbst wenn die Rahmenbedingungen grundsätzlich stimmen, kann der Wunsch nach Veränderung letztlich zu einer Kündigung führen.
Unternehmen sollten daher nicht nur Aufgaben verteilen, sondern auch vermitteln, warum diese Aufgaben wichtig sind und welchen Beitrag jeder Einzelne zum Unternehmenserfolg leistet.
Quellen:
- New Work SE: https://nwx.new-work.se
- Xing Arbeitsmarktreports: https://www.xing.com/news
Fazit: Gerade jüngere Generationen legen zunehmend Wert auf Sinnhaftigkeit und persönliche Entwicklung im Berufsleben.
Was Unternehmen aus den häufigsten Kündigungsgründen lernen können
Die meisten Kündigungen entstehen nicht spontan. Oft kündigen Mitarbeiter:innen innerlich bereits Monate vor dem tatsächlichen Austritt. Wer Warnsignale frühzeitig erkennt und regelmäßig den Dialog sucht, kann viele Kündigungen verhindern.
Besonders wichtig sind dabei:
- Faire und marktgerechte Gehälter
- Wertschätzende Führung
- Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten
- Flexible Arbeitsmodelle
- Eine positive Unternehmenskultur
- Gesundheitsfördernde Maßnahmen
- Sinnstiftende Aufgaben
Resümee: Kündigungen haben meist mehrere Ursachen
Die Gründe für eine Kündigung sind vielfältig und selten auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen. Häufig kommen mehrere Aspekte zusammen: Ein Mitarbeiter:in fühlt sich nicht ausreichend wertgeschätzt, sieht keine Entwicklungsmöglichkeiten und erlebt zusätzlich hohen Arbeitsdruck.
Unternehmen, die ihre Mitarbeiter:innen langfristig halten möchten, sollten daher nicht erst reagieren, wenn die Kündigung bereits auf dem Tisch liegt. Wer aktiv zuhört, regelmäßig Feedback einholt und auf die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter:innen eingeht, schafft die Grundlage für langfristige Zufriedenheit und eine starke Mitarbeiter:innenbindung.
Weiterführende Informationen:
Karriere.at HR-Blog: https://www.karriere.at/hr
- Kurier Karriere: https://kurier.at/karrieren
- Der Standard Karriere: https://www.derstandard.at/karriere
- Personal Manager: https://www.personal-manager.at
- Haufe Personal: https://www.haufe.de/personal
- Randstad Österreich: https://www.randstad.at
- Stepstone Österreich: https://www.stepstone.at
- Arbeitsklima Index Österreich: https://www.arbeitsklima.at
Weitere News

Bewerbungsgespräch erfolgreich meistern

Ein guter Lebenslauf für mehr Erfolg in der Bewerbung

Wir arbeiten mit unseren Kund:innen am liebsten flott, immer interaktiv und IT-gestützt, mit offener Kommunikation und direkter Erreichbarkeit. Sie möchten Ihren Business Impact für Executive-Search-Positionen oder Expertenjobs erhöhen?
Buchen Sie jetzt Ihr persönliches Business Date – wir freuen uns auf ein Gespräch!